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Ueber das Werk
Montet hat in den Jahren 1996/97 für die drei
Ausstellungen 1997 eine formal und inhaltlich zusammenhängende Serie von 30
Bildern ausgestellt. Daraus ist ein kleiner farbiger Katalog mit 13 Bilder
entstanden, um so wenigstens einen Teil der gezeigten Serie in ihrer Einheit
zu erhalten. Siehe Katalog.
Sie hat 1997 ein Werk gezeigt, das aus der
Beschäftigung mit unserer Umwelt entstanden ist. Unser Naturbegriff wird
seit der Industrialisierung begriffen als Gegenstand wissenschaftlicher
Untersuchungen und ist zudem als Gegensatz zu Kultur gekennzeichnet.
Dabei wird ausser acht gelassen, dass der Mensch selbst Teil dieser Natur
ist. Natur stammt vom lateinischen natura und meint Geburt (von nasci
geboren werden, entstehen").
Montet ist dieser Aspekt besonders wichtig, denn Geburt und geboren werden
sind ein Vorgang, der Sorgfalt und Verantwortungsgefühl auch fr die Zukunft
dieses Geborenen bedarf.
Die heutige Ökologie versucht der selbst zerstörerischen Aneignung der Natur
entgegenzuwirken mit dem Ziel einer wenigstens teilweise Wiederherstellung
ihrer ursprünglichen Selbständigkeit.
Dieses Verständnis von der Welt als
symbiotische und gleichwertige Beziehung zwischen allem Lebenden begann sich
immer stärker auch auf die künstlerische Arbeit Montet's auszuwirken. Es
entstanden ruhige und lyrische Bilder von Pflanzen und Früchten, welche uns
durch ihre Präsenz und eigenen Identität überraschen; ihre Bilder
reflektieren diesen respektvollen und ehrfürchtigen Umgang mit den Kräften
der Natur.
In der Auseinandersetzung mit unserer Nahrung
und deren Produktion hat Montet erfahren, wie ein besonnener Umgang, ohne
die zerstörerischen Eingriffe von Chemie, die Pflanzen eine ganz andere und
spürbar grössere Kraft entwickeln lassen. Wenige von uns würden die Gemüse
in ausgewachsenem Zustand erkennen, denn die veritablen Stauden und grossen
üppigen Sträuchern, zu denen sie sich entwickeln können, erinnern
manchmal eher an tropische Gewächse, als an Rohmaterialien für die
Nahrungsmittelindustrie.
Auch die Verwendung der Rohleinwand ist nicht
etwa als
ästhetische Komponente gedacht, sondern ist Symbol einer irdischen
Verwurzelung - ein Haftgrund in mehrfachem Sinne.
tengalerie - schweiz, 1998
Neue Arbeiten
Inzwischen hat Montet an Ihren Themen
weitergearbeitet und eine Reihe von neuen Bildern gemacht. Noch starker als
bisher, hat sie sich den Themen Tier und Tierkommunikation gewidmet.
Der Schutz der Tiere und der Respekt zu allem Leben ist ihr ein zentrales
Anliegen geworden. ber einen neuen Zugang zur Tierwelt, der wir ja letztlich
auch angehren, sucht sie ein neues Verständnis unseres Daseins zu gewinnen.
Aktuell arbeitet sie an einem Bild-Band, der diese Themen akzentuiert
aufarbeitet. Das Buch knnen wir Ihnen heute als fertigen Entwurf vorstellen
und geben Ihnen auf den nachfolgenden Seiten einen kleinen Einblick. Buch
zum Thema:
Das Buch ist ausserordentlich schön geworden und offenbart die Weltsicht von
Montet auf eindrückliche Art. Mit vielen Bildern und Textbeispielen zum
Thema Tierkommunikation erfährt man eine ganz neue und überraschende Sicht
der Dinge.
In Theresa Oswald hat Montet eine ideale Buchgestalterin gefunden, die die
Sichtweise von Montet kongenial umgesetzt hat.
tengalerie - schweiz, 2003
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